320 000 Euro für den Happerger-Saal

Donnerstag, 18. Juni 2015

320 000 Euro stellt die Gemeinde Reichling für den Umbau des Happerger-Saals samt Küche und Sanitäranlagen im kommenden Jahr zur Verfügung. Dazu kommt ein Zuschuss von der Dorferneuerung, der möglicherweise deutlich höher ausfallen wird als die ursprünglich vermuteten 60 000 Euro, hofft Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Im Rahmen dieser finanziellen Mittel, beschloss der Gemeinderat jetzt einstimmig, kann der Umbau so geplant werden, dass der Saal später der Versammlungsstättenverordnung entspricht.

Bei einer Versammlung der Dorferneuerung Anfang Mai war mündlich der Antrag zur Planung in Richtung Versammlungsstätte eingegangen, informierte die Bürgermeisterin. Denn zu den meisten Veranstaltungen im Happerger, die Vereine abhalten, kämen mehr als 200 Menschen, erklärte Heinrich Quartal und verwies unter anderem auf das Maibaumaufstellen, das Feuerwehrfest oder, wie Annette Socher ergänzte, das Pfarrfest. „Wenn wir den Happerger am Leben erhalten wollen, brauchen wir die Versammlungsstätte“, betonte auch Hans-Jürgen Korn.

Engagement und Zusammenhalt in Ludenhausen seien so groß, meinte Quartal mit Blick auf das erst kürzlich abgehaltene Fest, dass „wir das gemeinsam schaffen“. Allerdings müsse der Kostenrahmen eingehalten werden, so Ernst Holl, der sich auch Auskunft über mögliche Folgekosten für die Gemeinde wünschte.

Alfons Schelkle wie Bürgermeisterin Horner-Spindler verwiesen auf viele weitere anstehende Projekte in der Gemeinde. 320 000 Euro seien „sehr viel Geld“, damit habe man sich ohnehin schon „gut rausgelehnt“, erklärte Horner-Spindler. Mehr leisten könne sich die Gemeinde nicht, auch wenn der Happerger wertvoll sei und den Ort belebe.

Die Bürgermeisterin erklärte, dass die Planungshoheit bei diesem Projekt bei der Gemeinde liege. In zwei Wochen werde der Vertrag mit dem Planer abgeschlossen und anschließend sofort das Gespräch mit der Dorferneuerung und dem zuständigen Amt für ländliche Entwicklung in München gesucht. Sobald die Höhe der Zuschüsse von dort schriftlich festgelegt sei, könne man mit der endgültigen Planung beginnen. Aufgrund der seit Anfang dieses Jahres veränderten Richtlinien hofft sie auf deutlich höhere Gelder aus München für den Happerger-Umbau.