60 Prozent Zuschuss für Versammlungsstätte?

Mittwoch, 23. März 2016

Tolle Nachrichten brachte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler zur Gemeinderatssitzung mit: Für die Umrüstung der Mehrzweckhalle zur Versammlungsstätte gibt es voraussichtlich 60 Prozent Zuschüsse über ein brandneues Programm der Dorferneuerung. Noch ist der Geldsegen aus EU-Mitteln zwar „nicht in trockenen Tüchern“, doch „es schaut gut aus“, freute sich die Bürgermeisterin.

Die vom Gemeinderat beschlossene Versammlungsstätte kostet „sehr viel Geld“, so die Bürgermeisterin mit Hinweis auf einige Sitzungen, bei denen das Thema schon auf der Tagesordnung stand. Sie habe deshalb sehr darum gekämpft, Zuschüsse für das Projekt zu finden. Doch bislang gab es keine Fördermittel, weil es sich bei dem Reichlinger Gebäude nicht um eine Schulturnhalle handelt.

Das allerdings könnte sich nun als Vorteil erweisen. Denn ein ganz neues Projekt der Dorferneuerung fördert Einzelmaßnahmen wie diese, wenn es sich nicht um eine Schulturnhalle oder eine reine Sportstätte handelt – und beide Voraussetzungen erfüllt Reichling. Außerdem befindet sich die Planung in der passenden Phase, so Horner-Spindler.

Mit dem Programm würde auch die dringend notwendige neue Wasserversorgung bezuschusst, die laut der bisherigen Planung rund 250.000 Euro kostet. Allerdings gibt es dazu noch eine Besprechung, bei der eine eventuelle Reduzierung des Maßnahmenumfangs diskutiert wird. Ursprünglich war man von Kosten in Höhe von rund 160.000 Euro ausgegangen, so Dieter Rapp.

Nachdem es noch nicht einmal Antragsformulare für das neue Dorferneuerungsprogramm gibt, wird Bürgermeisterin Horner-Spindler persönlich nach München fahren und das Projekt mit dem Amt für ländliche Entwicklung durchsprechen.

Einstimmig vergaben die Gemeinderäte den Auftrag zur Sanierung des Kindergartendaches an eine örtliche Zimmerei. Für rund 11.000 Euro wird das Dach des Altbaus, das bislang keine Dachhaut besitzt, saniert. Da in diesem Zuge auch der Übergang zum Neubau ersetzt werden muss und die Dachpappe dort bereits porös ist, wird dieser Dachabschnitt gleich mit saniert. Der Gemeinderat beschloss, der Kriegsgräberfürsorge erneut 100 Euro zu spenden und verabschiedete drei Bauanträge einstimmig.