Auch Engstellen müssen geräumt werden

Mittwoch, 23. März 2016

Der Reichlinger Bauhof sorgt schon für den Winterdienst vor und erwägt den Kauf eines kleinen Schneeräumfahrzeuges.

Der Bauhof der Gemeinde Reichling benötigt ein neues zweites Räumfahrzeug. Der Gemeinderat hat jetzt die Anschaffung eines kleinen Bulldogs ins Auge gefasst, mit dem auch enge Straßen, Parkplätze oder sonstige Engstellen leichter geräumt werden können.

Einen großen Unimog besitzt der Bauhof bereits: Dieser soll auch weiterhin für den Winterdienst im Einsatz bleiben. Dass die Schneemengen in allen Gemeindeteilen bewältigt werden können, räumen die beiden Gemeindearbeiter im Winter jedoch im Regelfall parallel mit zwei Fahrzeugen.

In den letzten Jahren war Martin Sepp noch mit dem eigenen Bulldog unterwegs. Mittlerweile ist Sepp aber als Bauhofmitarbeiter ausgeschieden – und daher muss nun eine Alternative für ein zweites Räumfahrzeug her. Welche, darüber diskutierte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Und kam am Ende zu dem Schluss, dass wohl ein kleiner Allzweck-Bulldog, wie ihn zum Beispiel die Gemeinde Apfeldorf nutzt, als Zweitfahrzeug die beste Lösung wäre.

Es stelle sich die Frage, ob ein zweites großes Fahrzeug besser wäre oder stattdessen ein 40-PS-Bulldog mit einem kleinen Schneepflug, erläuterte Gemeindearbeiter Bernhard Pössinger eingangs der Diskussion. Schafft man ein kleines Fahrzeug an, so könnte ein Bauhofmitarbeiter mit dem großen Unimog und der andere mit dem kleinen Bulldog losfahren, so die Überlegung von Pössinger und dessen Kollegen Johann Haberl.

An vielen Stellen würde man sich mit einem wendigeren Fahrzeug viel leichter tun, erklärten die Gemeindearbeiter: beispielsweise am Parkplatz vor dem Rathaus und an anderen Parkplätzen, oder an allen engen Wegen, wie etwa der Straße am Eglmoos, die zum Glascontainer führe. Und das Praktische daran: Mit speziellen Aufsätzen könne das Gerät dann auch im Sommer zum Mähen oder Straßenkehren verwendet werden. „Ein solches Allzweckfahrzeug wäre nicht verkehrt“, meinte auch Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler.

Haberl berichtete, dass man die Fahrzeuge auch zunächst nur mieten könne. Bei einem späteren Kauf würde die Miete ganz oder teilweise auf den Preis angerechnet. Diese Option fand der Gemeinderat sehr sinnvoll. In der nächsten Sitzung wollen sich die Räte für ein Angebot entscheiden. Denn beim ersten Schnee sollte das Fahrzeug nach Möglichkeit schon vor der Tür stehen. ms