Aus der Bürgerversammlung 2015

Donnerstag, 23. April 2015

Rückblick auf ein „sehr gutes Jahr“ für die Gemeinde hielt Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler bei der Bürgerversammlung im Happerger. Obwohl zahlreiche Projekte wie die Erweiterung des Gewerbegebiets oder die Fertigstellung des Griesackers verwirklicht wurden, kam Reichling zum siebten Mal in Folge ohne neue Schulden aus, erklärte sie vor rund 75 Zuhörern. In der Gemeinde leben derzeit 1 627 Personen, die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt seit 2008 kontinuierlich und liegt nun bei 608 Euro.

In ihrem ausführlichen Bericht freute sich Horner-Spindler besonders über den Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement der Bürger. So sparte die Gemeinde beim neuen Boden in der Mehrzweckhalle dank der Idee von Hubert Frankl und vieler Helfer gut 20 000 Euro. Im Hinblick auf eine Versammlungsstätte seien dort noch weitere Maßnahmen erforderlich, so die Bürgermeisterin.

Die Arbeiten am Happerger vorzuziehen – dort regnet es bei den Fenstern herein – gehe nicht, meinte Horner-Spindler auf Frage eines Zuhörers.  Denn sämtliche Planungen und Arbeiten müssten mit der Dorferneuerung abgesprochen werden, um den möglichen Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro nicht zu gefährden.

Sie habe bereits im November vorigen Jahres beantragt, mit der Planung zu beginnen, warte aber immer noch auf Antwort: Die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Amt „ist manchmal schon etwas zäh“, sagte sie. Allerdings habe sich der „mühsame Weg“ zum Beispiel beim Kirchenumfeld Ludenhausen am Ende doch gelohnt.

Am Eglmoos in Reichling gibt es ein neues Sprungbrett und ein „Boxi“-WC, das später noch in eine Umkleide integriert wird. Außerdem wurde dort ein Volleyballplatz beantragt, zu dem jedoch noch einiges zu klären sei. Horner-Spindler freute sich zudem über den Baubeginn für die Seniorenanlage am „Kinsfeld“ und das Buswartehäuschen in Ludenhausen. An der Rees werde eifrig gebaut, südlich des Riederwegs sollen weitere Bauplätze entstehen.

Die Gemeinde investiert weiterhin viel, um die Wasserversorgung auf dem neuesten technischen Stand zu halten und die Qualität des Wassers auch  durch Verträge mit Landwirten zu verbessern. Gimmenhausen, erklärte die Bürgermeisterin, liege auch nach neuerlicher Prüfung in der Schutzzone III des dortigen Brunnens.

Dort laufen nun die Planungen für die Abwasserentsorgung über Kleinkläranlagen und einen Mischwasserkanal. Die Ertüchtigung der Rotter Kläranlage liege im Zeitplan, die Einweihung folge im Juni. Während die ersten beiden Bauabschnitte im Rahmen lägen, fielen beim dritten Abschnitt wohl 35 000 Euro an Mehrkosten an, so die Bürgermeisterin.

Sie appellierte an die Bürger, freie Wohnungen für Asylbewerber zu melden. Denn der Landkreis, erklärte Landrat Thomas Eichinger, werde angesichts von voraussichtlich 1 100 neuen Asylbewerbern in diesem Jahr wohl auch auf die Gemeinden zugehen. Er freute sich, dass Ehrenamtliche im Landkreis helfen, „ein friedliches Miteinander“ zu erreichen. In seinem Grußwort schlug er den Bogen von der Schulentwicklung über Inklusion bis hin zum Klimaschutzmanagement.

Für die Zukunft stehe noch einiges in der Gemeinde an, betonte Horner-Spindler, doch könne nicht alles auf einmal erledigt werden. Denn man arbeite zum Teil immer noch an „sehr alten unerledigten Dingen“, die enorm viel Geld und Zeit verschlängen.