Bodenschwellen gegen illegale Umfahrung?

Samstag, 07. April 2012

Zu sehr gefährlichen Situationen kommt es immer wieder beim Sportplatz in Ludenhausen. Wie eine Anwohnerin den Gemeinderäten vor Ort berichtete, nutzen etliche Auto- und Kleinlasterfahrer die für den Verkehr gesperrte Straße entlang des Sportplatzes als Umgehung der Hauptstraße und achten dabei die Vorfahrt der von rechts kommenden Fahrzeuge an der Kreuzung mit dem Riederweg nicht. Der Gemeinderat erkundigt sich nun, ob dort Schwellen eingebaut werden könnten.

„Die rauschen durch wie die Blöden“, bestätigte Gemeinderat Benedikt Schmid die Ausführungen von Kathrin Bleicher. Diese hatte nicht nur einen Beinahe-Unfall mit einem Traktor beobachtet, sondern sorgte sich vor allem auch um radelnde Kinder, die vom Riederweg aus nach Reichlingsried fahren wollen. Denn die Raser missachteten die Vorfahrt, Fahrer aus Ludenhausen aber hätten wegen der Bebauung keine Chance, diese rechtzeitig zu sehen.

Bleicher regte deshalb den Einbau von Bodenschwellen ein, um den Verkehr entlang des Sportplatzes zu bremsen. Zwar gebe es dort keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Doch wenn der Verkehr mit den Schwellen verlangsamt würde, werde die Straße für „Umgehungsfahrer“ uninteressant, meinte auch Stephan Socher. Die Landwirte im Ort hätten mit den Schwellen kein Problem, informierte Bleicher.

Dieter Rapp und Alexander Graf wollen sich nun nach den Kosten für Bodenschwellen erkundigen, damit in einer der nächsten Sitzungen ein Beschluss dazu gefasst werden kann. Viktor Frankl regte an, zusätzlich die Polizei einzubeziehen, um die Verstöße gegen das Fahren auf der gesperrten Straße zu ahnden. Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler informierte, dass am Ortseingang Riederweg demnächst ein Tempoanzeiger installiert werde.

Zurückgestellt haben die Räte die geplante Entschlammung des Eglmoos. Nachdem mehrere Klagen eingegangen waren, hatte sich die Bürgermeisterin mit der Unteren Naturschutzbehörde und einer Firma beraten. Demnach sollte möglichst bald der Uferbereich entschlammt, das Schilf bis auf die Stelle am Sprungbrett abgetragen und Rollkies eingebracht werden. Die Kosten lägen bei rund 3 500 Euro.

Stephan Socher riet jedoch, zunächst noch ein weiteres Angebot einzuholen, von dem  er erfahren hat. Eine komplette Sanierung mit Ablassen und Einkiesen des Weihers würde deutlich mehr kosten, erklärte Horner-Spindler auf Frage von Dieter Rapp. Franz Sepp wünschte sich statt der Entschlammung lieber Büsche zur Straße hin.