Dorferneuerung in Ludenhausen beginnt

Freitag, 08. Juni 2012

Jetzt ist es endlich so weit: Nach den Pfingstferien sollen die Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten an der Friedhofsmauer in Ludenhausen beginnen. Der Vorstand der Dorferneuerung und der Gemeinderat vergaben bei der jüngsten Sitzung jeweils einstimmig die erforderlichen Arbeiten. Die Kosten, freute sich Johannes Mühlbauer vom Amt für ländliche Entwicklung, liegen dabei im Rahmen der Schätzung.

Seit 2008 beschäftigte sich die Dorferneuerung mit dem Projekt, das eigentlich gar nicht auf ihrer Liste stand. Probleme mit Statik und Untergrund ließen die vermeintlich kleine Maßnahme der Mauersanierung und Umgestaltung des Friedhofwegs immer mehr zum Alptraum werden, der nun endlich ein Ende gefunden hat.

In vier Abschnitten, berichtete Mühlbauer, waren die Arbeiten ausgeschrieben worden. Günstigster Anbieter sowohl für die Sicherung der mittleren Stützmauer am Friedhofsweg (27 640 Euro) als auch der oberen Stützmauer direkt am  Friedhof (41 727 Euro) mit Mauerankern war BST Bau-Sanierungstechnik aus Glauchau. Die Sicherung der unteren Stützmauer mittels Bohrpfahlwand übernimmt die Firma Wöhrl aus Schrobenhausen für 65 510 Euro.

Die Tiefbauarbeiten mit Pflaster- und Erdarbeiten sicherte sich die Firma BT Bau- und Tiefbau aus Frohburg mit 197 348 Euro ebenso wie das Verlegen der Leerrohre und die Erdarbeiten für den Wasserleitungsbau (10 452 Euro). Letztere fallen ebenso wenig unter die Dorferneuerung wie die obere Stützmauer und sind von der Gemeinde zu tragen. Für die Mauer rechnet Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler nach Verhandlungen in Augsburg allerdings mit einem voraussichtlich 50-prozentigen Zuschuss der Kirche.

Von den anderen Maßnahmen entfällt jeweils die Hälfte der Kosten auf die Gemeinde, sodass diese laut Horner-Spindler voraussichtlich 198 928 Euro berappen muss. Die Bürgermeisterin legt großen Wert darauf, dass die Anwohner bereits bei der Baustelleneinweisung Anfang Juni mit einbezogen werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein und sollen genau dokumentiert werden – vom jetzigen Ist-Zustand bis hin zur fertigen Maßnahme.

Nachdem das Projekt Friedhofsmauer nun endlich auf den Weg gebracht worden ist, wollen sich die Vorstände der Teilnehmergemeinschaft ihrer wichtigsten Maßnahme widmen: Dem Happerger. Ende Juni sollen bei einer Sitzung erste Ideen zu dessen Zukunft gesammelt werden. Bindeglied zwischen Dorferneuerung und Gemeinderat ist Gemeinderätin Annette Socher, die Vorstände einigen sich untereinander, wer die Führung übernimmt und Treffen anstößt.

Mühlbauer wies bei der Sitzung auf ein neues Programm hin, dass die Staatsregierung zur Energiewende plant: Im Amt für ländliche Entwicklung sollen Energieberater den Gemeinden anhand des Ist-Zustands ein Konzept zum Energie sparen entwickeln. Den ersten Gemeinden, die sich daran beteiligen, wird die Planung zu 75 Prozent bezuschusst, so Mühlbauer. 

Horner-Spindler will sich darüber nun noch genauer informieren. Sie machte aber deutlich, dass die Beseitigung von Altlasten zum Beispiel im Straßenbau Vorrang haben – zumal wenn nur die Planung, nicht aber die Umsetzung der Energie sparenden Maßnahmen bezuschusst wird.