Friedhofsmauer rückt in greifbare Nähe

Freitag, 28. Oktober 2011

Sowohl die Dorferneuerung als auch der Gemeinderat waren sichtlich erleichtert: Die Neugestaltung des Ludenhausener Kirchwegs rückt endlich in greifbare Nähe. Mit jeweils einstimmigen Beschlüssen fand bei der jüngsten Sitzung eine gut dreieinhalbjährige Zitterpartie mit zahlreichen Rückschlägen ein gutes Ende. Zumal die Kosten, die sich beide Gremien je zur Hälfte teilen, nun mit 252 576 Euro deutlich geringer ausfallen als befürchtet – auch dank eines Berichts im Landsberger Tagblatt.

Hans-Dieter Mühlberg brachte die erfreuliche Nachricht mit: Die Kosten für die Sicherung der mittleren und unteren Friedhofsmauer reduzieren sich von geplanten 175 000 Euro auf nun 112 500 Euro. Die obere (sie gehört der Kirche) und mittlere Mauer werden danach mit einer speziellen Rückverankerung gesichert, der Hang vor der unteren Mauer mit einer vorgesetzten Bohrpfahlwand stabilisiert, erläuterte Mühlberg.

Die Straße wird laut Landschaftsarchitektin Katrin Mohrenweis im unteren Bereich bis zu 32 Zentimeter aufgeschüttet, sodass der enge Spitz an der Auffahrt zum Leichenhaus entschärft ist. Die mittlere Mauer wird mit einer Natursteinmauer verkleidet und zusammen mit der ursprünglichen Mauer durch Platten abgedeckt. Auf der anderen Seite führt die Straße ein schmales Stück auf der Bohrpfahlwand. Der notwendige Kopfbalken auf der Wand wird als Straßenbegrenzung mit aufgesetztem Geländer  ausgestaltet. Die Straße gewinnt dadurch rund 30 Zentimeter an Breite.  

Während Straße und Kreuzungsbereich in Kleinsteinpflaster geplant sind, wird der Anfang des Fußwegs Kirchweg neu asphaltiert. Der Weg selbst bleibt in seinem jetzigen Zustand, nur an der Einmündung zur Abstrieder Straße ersetzt man die schlecht begehbaren Treppen durch jeweils drei bis vier Stufen mit Podest. Das Messmerbergl mündet künftig mit vier Stufen und einer Rampe statt mit zwei Stufen in die Straße.

Eine längere Diskussion entbrannte darüber, dass der Aufgang zur Kirche aufgrund des steilen Geländes nicht behindertengerecht gestaltet werden kann. Aufgrund der Debatte, die Monika Prestel anstieß, wird nun jedoch zumindest zur Umgehung der oberen Treppe für Rollatoren und geschobene Rollstühle eine wassergebundene Decke zwischen den vorhandenen Rasengittersteinen angelegt.

Nach der Zustimmung von Gemeinderat und Teilnehmergemeinschaft will Mühlbauer nun so schnell wie möglich den „bürokratischen Wust“ erledigen. Er und Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler hoffen, dass die Maßnahme im Frühjahr 2012 ausgeschrieben werden kann – und die Kirche die Sanierung der oberen Friedhofsmauer zeitgleich angeht.