Gemeinde Reichling baut weiter Schulden ab

Montag, 15. September 2014

2013 war ein „sehr gutes“ Jahr für die Gemeinde Reichling. Man habe viel angepackt, darunter das Gewerbegebiet Eggarten, den Löschwasserbehälter, die Sanierung des Griesacker und Investitionen in die Wasserversorgung, dabei aber noch die Schulden um 76 844 Euro reduziert, freute sich Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Auch die örtliche Prüfung der Jahresrechnung verlief ohne Beanstandungen, so Vorsitzender Dieter Rapp, sie wurde einstimmig festgestellt und entlastet.

Ebenso einmütig genehmigten die Räte die über- und außerplanmäßigen Ausgaben im vergangenen Jahr, darunter nicht vorhersehbare, dringende Reparaturen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (gut 7 500 Euro) oder Arbeiten, die im Zuge des neuen Gewerbegebiets günstig erledigt werden konnten wie Teerungen an der Mehrzweckhalle, aber auch im alten Gewerbegebiet (knapp 10 000 Euro).

30 397 Euro fielen durch die zunächst für 2012 vorgesehene Endabrechnung zur Friedhofsmauer in Ludenhausen an, 10 247 Euro für die Grenzwiederherstellung „An der Rees“. Auf der anderen Seite stehen 12 458 Euro an unvorhergesehenen Mehreinnahmen durch die Gewerbesteuer. Die Pro-Kopf-Verschuldung beläuft sich derzeit auf 688 Euro, so Horner-Spindler.

Sie freute sich wie Hubert Frankl auch über das große Engagement der Vereine beim neuen Boden für die Mehrzweckhalle. Musik-, Sport- und Trachtenverein sagten spontan ihre Hilfe beim Ab- und Aufbau der Geräte sowie bei der Entfernung des alten Bodens zu, berichtete Frankl, Maschinen würden zum Teil von örtlichen Firmen zur Verfügung gestellt. Auch die Entsorgung des alten Bodens sei gesichert.

Die Arbeiten finden vom 20. Oktober bis 7. November statt, in dieser Zeit ist die Halle gesperrt. Die Wände sollen vorerst nicht neu gestrichen werden. Etliche Räte hielten zudem die bisherige dunkle Farbe für unempfindlicher. Nun wird noch die Bodenfarbe gemeinsam ausgesucht, außerdem klärt die Bürgermeisterin ab, ob die Vereinsmitglieder bei den Arbeiten entsprechend versichert sind, wie Dieter Rapp anfragte. Er brachte zudem eine abnehmbare Bande vor den Sprossenwänden zum Schutz vor Verletzungen ins Gespräch.