Gemeinderat stellt Jahresrechnung 2010 fest

Sonntag, 14. August 2011

Die finanzielle Situation der Gemeinde Reichling hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Trotz mehrerer größerer Projekte verringerte sich der Schuldenstand 2010 um 172 800 auf 1 376 190 Euro. Das ging aus der Jahresrechnung 2010 hervor, die örtlich geprüft worden war und vom Gemeinderat einstimmig festgestellt wurde. Außerdem genehmigten die Räte die über- und außerplanmäßigen Ausgaben im Jahr 2010.

Die Errichtung der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle, die Fertigstellung der Straße „An der Rees“ bis Oberkante Bitukies und technische Neuerungen im Bereich der Wasserversorgung hatte die Gemeinde Reichling im vergangenen Jahr gestemmt. Zudem mussten noch 250 000 Euro für Zins und Tilgung ausgegeben werden. Trotzdem sank die Pro-Kopf-Verschuldung um 89 auf jetzt 868 Euro pro Einwohner, freute sich Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler.

Dir örtliche Rechnungsprüfung, deren Protokoll Hubert Frankl vortrug, hatte nicht viel auszusetzen. Lediglich die Rechnung über den Kundendienst an der Heizung im Reichlinger Pfarrheim über 101,57 Euro soll entsprechend der 2005 geschlossenen Vereinbarung noch mit der Pfarrkirchenstiftung abgerechnet werden. Außerdem wurde bemängelt, dass zwei Posten irrtümlich dem Bauhof zugerechnet wurden: Eine Rechnung zum Fahrzeug-Unterhalt, die eigentlich zur Feuerwehr gehört sowie die Müllgebühren für den Abfalleimer an der Bushaltestelle und die Hundeklos. Sie haben nun eine eigene Haushaltsstelle.

Die über- und außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 35 521 Euro im Verwaltungs- und 4  795 Euro im Vermögenshaushalt ließen sich größtenteils durch Verschiebungen von einer Haushaltsstelle auf die andere erklären. Deutlich mehr als angenommen kostete die überörtliche Rechnungsprüfung (7 140 statt 5 500 Euro), Mehrausgaben, aber auch -einnahmen fielen bei der Verkehrsüberwachung an. Durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer erhöhten sich die Ausgaben bei Gewerbesteuerumlage, außerdem war ein defekter Hydrant zu ersetzen und kam die Straßenbeleuchtung „An der Rees“ etwas teurer als geplant.