Glasfaser in Gimmenhausen

Mittwoch, 23. März 2016

Einen schnelleren Internetzugang soll es für die bislang unterversorgten Teile von Reichling und Ludenhausen geben. Und der Ortsteil Gimmenhausen bekommt sogar Glasfaser bis ins Haus. Der Reichlinger Gemeinderat hat in seiner Sitzung den Breitbandausbau beschlossen. Nun soll die Ausschreibung erfolgen.

Der südliche Bereich von Ludenhausen, das Erbistal in Reichling, Reichlingsried und Gimmenhausen sollen vom aktuellen Breitband-Förderprogramm profitieren. Dies sind die Gebiete, in denen die Bürger derzeit noch mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde im Netz unterwegs sind.

In Ludenhausen-Süd, dem Erbistal und Reichlingsried ist ein Glasfaserausbau bis zu den Kabelverzweigern vorgesehen. Damit werden in diesen Gebieten Geschwindigkeiten zwischen 30 und 50 Megabit pro Sekunde (je nach Abstand zum Kabelverzweiger) zur Verfügung gestellt. Dazu sind insgesamt drei neue Kabelverzweiger nötig.

Noch schneller – nämlich mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde – können die Gimmenhausener künftig im Netz surfen: Sie sollen die Glasfaserkabel bis an ihre Grundstücke gelegt bekommen. Der Grund: Dort soll 2017 der Kanal saniert werden, das heißt, die Straße muss sowie schon aufgerissen werden. Dieser Umstand könne sich günstig auf die Kosten auswirken, meinte Sebastian Prechtl vom Planungsbüro IK-T in der Sitzung. Somit könnte ein Glasfaserausbau bis ins Haus eventuell nur geringfügig teurer kommen als der Glasfaserausbau bis zu den Kabelverzweigern.

In den Ausbaugebieten in Reichling und Ludenhausen sollen die Übertragungsgeräte an den Kabelverzweigern bereits mit Vectoring-Technik bestückt werden, die später dann bis zu 100 Megabit ermöglichen kann.

Allerdings ist diese Technik von der Bundesnetzagentur aus Wettbewerbsgründen bislang noch nicht freigegeben. (sim)