Gräber in Reichling werden teurer

Dienstag, 23. Februar 2010

Die Gräber in Reichling und Ludenhausen werden teurer: Ab 1. März zahlen die Bürger 700 statt bisher 500 Euro für ein Familiengrab, 500 statt 400 Euro für ein Einzelgrab, 450 statt 400 Euro für ein Urnengrab und 500 Euro für eine der zehn neuen Urnennischen in Reichling. Ab 1. Januar 2011 werden die Gebühren laut Gemeinderatsbeschluss dann nochmals angehoben – auf 800 Euro für das Familiengrab und 550 Euro für das Einzelgrab.  Die Benutzung des Leichenhauses kostet nun 100 statt 80 Euro; 20 Euro werden erlassen, wenn das Haus nach Nutzung selbst gereinigt wird. Unverändert bleiben die Gebühren für ein Kindergrab (200 Euro). Die Nutzungszeiten liegen bei zehn Jahren für die Urnennische und das Kindergrab und 20 Jahren für alle anderen Gräber.

Kostendeckend sind die Friedhofsgebühren damit immer noch nicht, rechnete den Räten bei ihrer jüngsten Sitzung Roland Simon von der Verwaltung vor. Um sowohl die laufenden Betriebskosten als auch Abschreibung und Verzinsung über die Gebühren zu decken, müsste ein Urnengrab 544 Euro, ein Einzelgrab 855 Euro und ein Familiengrab gar 1573 Euro kosten.  


Die Urnenstelen hatten auch eine Anpassung der Friedhofsnutzungssatzung erforderlich gemacht. Die Räte beschlossen dabei, die Gestaltung der Urnenplatten weitgehende den Angehörigen zu überlassen, soweit sie der Würde des Friedhofs entspricht. Wie bei den Grabsteinen muss auch sie vorher von der Verwaltung abgesegnet werden. Fest montierte Garnituren an den Platten (zum Beispiel Vasen) sind genehmigungspflichtig; nicht erlaubt ist es, auf den Platten Kerzen und Blumen abzulegen. Im Zuge der Neufassung wurden auch einige Paragrafen der aus dem Jahr 1981 stammenden Satzung „entstaubt“ und den tatsächlichen Gegebenheiten  angepasst.