Haushalt 2014

Donnerstag, 15. Mai 2014

Die Gemeinde Reichling hat sich heuer viel vorgenommen: Die Fertigstellung von Griesacker und Riederweg in Ludenhausen, Sanierungen an der Mehrzweckhalle in Reichling, die Einführung des Digitalfunks für beide Wehren und die Planung für ein Gesamtkonzept „Happerger“ sind im 3,8 Millionen Euro starken Haushalt 2014 vorgesehen. Trotzdem werde „mit Augenmaß und Überblick“ investiert, betonte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler: Deshalb kommt die Gemeinde bereits zum sechsten Mal in Folge ohne einen neuen Kredit aus.

Größtes Projekt 2014 ist der Riederweg mit 310 000 Euro für den Straßenbau und 160 000 Euro für den Regenwasserkanal. Weitere 150 000 Euro fallen für die Endfertigstellung des Griesacker an. Im 1,5 Millionen Euro starken Vermögenshaushalt ist zudem die Ausstattung beider Feuerwehren mit Digitalfunk vorgesehen, für die nach Abzug der Zuschüsse Kosten in Höhe von 31 250 Euro bleiben.

120 000 Euro investiert die Gemeinde in die Ertüchtigung der Mehrzweckhalle zur Erfüllung der Versammlungsstättenverordnung sowie in einen neuen Boden und Sanierungen. 10 000 Euro kostet die Planung für das Gesamtkonzept „Happerger“, 5 000 Euro das Buswartehäuschen in Ludenhausen und 2 000 Euro die erforderliche Planung für Wintergarten und Fluchtkonzept im Kindergarten.

Außerdem investiert die Gemeinde nach Abzug der Zuschüsse rund 1 400 Euro in eine landkreisweite Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung. Denn  nun, erläuterte Bürgermeisterin Horner-Spindler, gebe es erneut Geld vom Freistaat für alle, deren Versorgung unter 25 Mbit liegt – und das sind einige Straßenzüge im Gemeindegebiet. „Das sind enorm wichtige Dinge, da sollten wir dranbleiben“, betonte sie.

Der Vermögenshaushalt finanziert sich vor allem über Zuschüsse vom Freistaat (136 500 Euro), über Entnahmen aus der allgemeinen Rücklage (532 700 Euro) und über eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt (303 620 Euro), der insgesamt gut 2,3 Millionen Euro umfasst.

Größte Einnahmeposten sind dort der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (675 500 Euro), die Grund- und Gewerbesteuern (244 500 Euro) und die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 494 000 Euro. Auf der Ausgabenseite stehen die Kreisumlage (485 500 Euro), Kindergarten und Schulumlagen (siehe Kasten). Bei der Wasserversorgung fallen 26 000 Euro für die wasserrechtliche Erlaubnis, für Zähleraustausch und Planungen zur Sanierung des Bachrunzel-Wegs an, beim Abwasser sind 20 000 Euro für ein Entwässerungskonzept eingestellt. 40 000 Euro hat die Gemeinde für geplante Reparaturen und Unterhalt an den Straßen eingeplant, 18 000 Euro für die Feldwegesanierung.

Für die Urnengräber in Ludenhausen, die Ottmar Schwentzek noch gerne in den Haushalt aufgenommen hätte, gebe es noch keine Zahlen, so Horner-Spindler, man werde das Thema aber angehen. Die Räte verabschiedeten den bereits in nicht-öffentlicher Sitzung vorberatenen Haushalt einstimmig.

 


Zahlen und Fakten

Steuerhebesätze: Die Hebesätze in Reichling bleiben weiterhin bei 330 Prozentpunkten (Grundsteuern A und B) und 310 Prozentpunkten (Gewerbesteuer).

Schulden: Die Gemeinde will Kredite in Höhe von knapp 77 000 Euro tilgen. Zum 30.12.2013 hatte die Gemeinde gut eine Million Euro Schulden, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 655,82 €.

Kredite: Die Gemeinde kommt zum sechsten Mal in Folge ohne neue Kredite aus.

Straßen: In Straßenunterhalt und Reparaturen werden rund 45 000 Euro investiert, 27 800 Euro gibt es an Zuschüssen vom Land.

Kindergarten: Für die Betreuung der Kleinkinder zahlt die Gemeinde in diesem Jahr 290 830 Euro, davon 6 000 Euro für den Kindergartenbus und 23 600 Euro Förderbeitrag an andere Träger. Die Einnahmen (Gebühren, Förderungen, Zuweisungen) betragen voraussichtlich 177 850 Euro.

Schule: Insgesamt zahlt die Gemeinde 194 870 Euro an Schulverbandsumlagen (Grundschule/Mittelschule), Gastschulbeiträgen und Schülerunfallversicherungen