Haushaltsplan 2013

Montag, 29. April 2013

Gute Nachricht für Ludenhausen: Im mit 3,4 Millionen Euro „sehr großen“ Haushalt 2013 (Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler) sind 130 000 Euro für die Fertigstellung des Griesacker eingestellt. Der Etat für dieses Jahr sieht trotzdem zum fünften Mal in Folge keine neue Kreditaufnahme vor, die Steuerhebesätze bleiben unverändert. Der Schuldenstand betrug Ende 2012 1,14 Millionen Euro (Ende 2011: 1,21 Millionen Euro). Die Räte verabschiedeten den Haushaltsplan erneut einstimmig und ohne Diskussion, nachdem sie ihn zuvor in nicht-öffentlicher Sitzung beraten hatten.

Neben dem Griesacker ist das Gewerbegebiet Eggarten II mit 235 000 Euro inklusive Wasser und Kanal der größte Posten im 1,3 Millionen starken Vermögenshaushalt. Die Erschließungsarbeiten dort liefen „sehr gut“, man liege „genau im Zeitplan“, so Horner-Spindler. Auf Frage von Walter Dir bespricht sie mit dem zuständigen Ingenieur, ob zur Kostenersparnis dort gleich die Verschleißschicht aufgetragen werden kann, nachdem dort ohnehin Schwerlastverkehr zu erwarten ist.

65 000 Euro sind für den Löschwasserbehälter im Gewerbegebiet eingestellt, 40 000 Euro investiert Reichling in Digitalfunk und weitere Ausrüstungsgegenstände für die beiden Wehren. Rund 10 000 Euro fließen als Zuweisung vom Land wieder in die Gemeinde zurück.

47 000 Euro stehen noch für die Fertigstellung der Kirchenmauer Ludenhausen im Haushalt, 35 400 Euro investiert Reichling in Verbesserungen und technische Neuerung bei der Wasserversorgung. Zur Abwasserentsorgung Gimmenhausen stehen 34 000 Euro für die Planung bereit. Finanziert wird der Vermögenshaushalt vor allem über den Verkauf von Grundstücken, den Investitionszuschuss vom Freistaat (103 500 Euro) und die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt in Höhe von 196 234 Euro.

Die größten Ausgaben dort sind die Kreisumlage (506 450 Euro), Kindergarten und Schulumlagen (siehe Kasten). Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler informierte dazu, dass die Gemeinde die gesetzlichen Vorgaben zum Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für unter Dreijährige voll erfüllt. Nach dem derzeitigen Stand der Anmeldungen gebe es sogar noch Reserven für das Kindergartenjahr 2013/2014.

Für die Wasserversorgung fallen 141 000 Euro in Einnahmen und Ausgaben an, für die Abwasserentsorgung 116 600 Euro. Auf der Einnahmenseite stehen im Verwaltungshaushalt der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (627 000 Euro), die Grund- und Gewerbesteuern (247 000 Euro) und die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 389 700 Euro.

 


Zahlen und Fakten

Steuerhebesätze: Die Hebesätze in Reichling bleiben weiterhin bei 330 Prozentpunkten (Grundsteuern A und B) und 310 Prozentpunkten (Gewerbesteuer).

Schulden: Die Gemeinde will Kredite in Höhe von knapp 77 000 Euro tilgen.

Straßen: In Straßenunterhalt und Reparaturen werden rund 45 000 Euro investiert, 27 800 Euro gibt es an Zuschüssen vom Land.

Kindergarten: Für die Betreuung der Kleinkinder zahlt die Gemeinde in diesem Jahr 235 350 Euro, davon 6 000 Euro für den Kindergartenbus. Die Einnahmen (Gebühren, Förderungen, Zuweisungen) betragen voraussichtlich 181 900 Euro.

Schule: Insgesamt zahlt die Gemeinde 178 205 Euro an Schulverbandsumlagen (Grundschule/Mittelschule) und Gastschulbeiträgen.