Kanalisation günstiger als gedacht

Sonntag, 14. August 2011

Gute Nachrichten hatte Kurt Kummer vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Kaufering für die Reichlinger Gemeinderäte:  Die Arbeiten am Schmutzwasserkanal im Griesacker/Riederweg in Ludenhausen sind nun abgeschlossen – und haben deutlich weniger gekostet als angenommen. Eingeplant waren im Haushalt 15 500 Euro, verbraucht wurde rund die Hälfte.

Anhand eines Lageplans und verschiedener Skizzen zeigte Kummer den Räten den Verlauf der Maßnahme auf. Insgesamt zehn Schadstellen waren festgestellt worden, acht davon konnten innerhalb des Kanals saniert werden, ohne dass die Straße aufgegraben werden musste. Das spart natürlich erhebliche Kosten, so der Ingenieur. Zudem waren etliche Zementablagerungen mit einem Hochdruckspülgerät entfernbar, sodass sich der teurere Einsatz von Roboterfräsen erübrigte.

Als sanierungsbedürftig erwiesen sich vor allem die Hausanschlussschächte sowie der Übergangsbereich vom Kanal zum Hausanschluss. Lediglich zwei Schadstellen bereiteten größere Probleme: Bei einer muss noch ein Hausanschluss-Revisionsschacht auf Privatgrund erstellt werden.  Die Sanierung der zweiten Stelle wird am besten im Zuge der Straßen-Endfertigstellung Griesacker behoben, empfahl Kummer. Diese besitzt laut Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler „oberste Priorität“ und soll angegangen werden, sobald es die Finanzlage der Gemeinde erlaubt.

Die im Frühjahr begonnen Arbeiten am Schmutzwasserkanal hatten sich vor allem wegen der starken Regenfälle und der damit verbundenen Abwasserkanalflutung etwas verzögert. Noch in diesem Jahr werden in der Abwasserleitung vom Griesacker Richtung Rott drei defekte Be- und Entlüfter ersetzt – für rund 4 400 Euro. Außerdem müssen auch noch die Stauraumkanäle am Kapellenring/Griesacker gereinigt werden, da sie stark verschmutzt sind. Der Gemeinderat gab diesem rund 1 000 Euro teuren Vorhaben einstimmig seinen Segen.