Kindergartengebühren steigen

Dienstag, 02. Oktober 2012

Die Kindergartengebühren in Reichling steigen. Bei ihrer jüngsten Sitzung segneten die Gemeinderäte einstimmig eine Erhöhung von rund zehn Euro pro Monat ab. Dafür erhöht sich der Geschwisterrabatt um fünf Euro pro Monat – und im letzten Kindergartenjahr zahlt der Staat 50 Euro pro Vorschulkind und Monat.

58 Kinder in drei Gruppen werden derzeit in der „Wurzberg Oase“ betreut, informierte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Der Kindergarten genieße einen „ganz hervorragenden Ruf“. Wohl nicht zuletzt deshalb besuchen auch viele Kinder aus umliegenden Gemeinden gerade die Krippengruppe.

Der Kindergarten sei zwar keine kostendeckende Einrichtung, so Roland Simon von der Verwaltung. Nachdem aber die Lohnkosten durch Tariferhöhungen deutlich steigen, sollte man reagieren, „damit die Kosten nicht davonlaufen“. Zumal die letzte Erhöhung im Januar 2009 in Kraft trat. Auch die umliegenden Gemeinden hätten ihre Sätze größtenteils in diesem Jahr erhöht, so Simon.

Ab Januar 2013 zahlen Eltern für ihre Krippenkinder genau zehn Euro mehr pro Monat – also je nach Buchungszeit zwischen 90 (zwei Stunden) und 150 Euro (sechs Stunden). Bei den Regelkindern ab drei Jahren fallen nun 82,50 statt bislang 71,50 Euro für fünf und 90 statt 78 Euro für sechs Stunden an. Der Geschwisterrabatt erhöht sich dafür auf 20 (bislang 15) Euro.

Mit der Gebührenanpassung berappt die Gemeinde nun 41 statt bislang 44 Prozent der Gesamtkosten, ein Drittel fließt aus staatlichen Fördermitteln dazu. Die 50 Euro zusätzlich pro Vorschulkind und Monat vom Staat sollen sich ab dem kommenden Kindergartenjahr sogar auf 100 Euro erhöhen, so Simon.

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Räte die 1. Änderung des Bebauungsplans Leitenberg Nord in Ludenhausen. Ein Bauwerber hatte beantragt, an den hangseitig gelegenen Häusern einen Kniestock von 1,45 Metern zuzulassen, eine etwas flachere Dachneigung zu gestatten, das Gaubenverbot zu streichen und die erlaubte Bebauung der Grundstücksfläche auch bei großen Grundstücken auf 20 Prozent zu erhöhen. Damit, meinte Bürgermeisterin Horner-Spindler, werde eine bessere bauliche Nutzung gewährleistet.

Die Änderung des Bebauungsplans wird nun öffentlich ausgelegt und die Behördenbeteiligung vorgenommen. Die Kosten für das Verfahren trägt der Antragssteller.

Nicht begeistert sind die Gemeinderäte vom Regionalplan München. Trotz ihrer Stellungnahme von vor zwei Jahren hat sich an dem geplanten landschaftlichen Vorbehaltsgebiet nördlich von Ludenhausen nichts geändert. Doch dieses kollidiert mit dem an gleicher Stelle ausgewiesenen Vorranggebiet Kiesabbau, so Geschäftsstellenleiter Wolfgang Hentschke.

In ihrer erneuten Stellungnahme fordern die Räte nun, zugunsten des Vorbehaltsgebiets auf den Kiesabbau zu verzichten. Falls dies nicht erfolgt, möchte die Gemeinde die Fläche bis zum Wald nördlich von Ludenhausen aus dem Vorbehaltsgebiet herausgenommen haben, um eine eventuelle Erweiterung des Orts nicht zu behindern.

Die große Buche am Wurzberg, informierte die Bürgermeisterin, musste stark zurückgestutzt werden, weil sie von einem Pilz befallen war.