Ludenhausen bekommt einen Penny-Markt

Donnerstag, 30. Juni 2016

Ludenhausen bekommt einen Penny-Markt. Voraussichtlich im Herbst 2017 soll der Lebensmittelmarkt mit gut 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie einer 145 Quadratmeter großen Bäckerei mit Café und Sitzplätze im Freien seine Türen öffnen. Die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan „Sondergebiet Nahversorgung Ludenhausen Nord“ segneten die Gemeinderäte einstimmig ab.

Mit dem Penny-Markt wird die Nahversorgung in Ludenhausen langfristig gesichert. Denn der Investor, die Konzeptbau aus Kaufbeuren, schließt einen Mietvertrag mit Penny ab, der 15 Jahre lang unkündbar ist. Sollte Penny dann kein Interesse mehr haben, wird die Gemeinde über einen Nachmieter mitbestimmen – und der sollte wieder ein Lebensmittelmarkt sein, deshalb auch der Name des Sondergebiets, betonte Konzeptbau-Geschäftsführer Hans Schneider.

Der Markt bietet etwa 2.000 Artikel vom (möglichst regionalen) Obst und Gemüse über Frischfleisch bis hin zu Tiefkühlprodukten und Artikeln aus dem Non-Food-Bereich, erläuterte Sebastian Mahrenholz vom zur Rewe-Group gehörenden Penny-Markt. Zwölf Voll- und Teilzeitarbeitsplätze sollen entstehen, die möglichst regional besetzt werden. Auch für die Belegung der Bäckerei sollen regionale Bäcker gefragt werden, versicherte Mahrenholz Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler.

Für das Gebäude sind LED-Beleuchtung und Glastüren an den Kühltheken vorgesehen, um Energie zu sparen. Geheizt wird vorwiegend über die Abwärme der Kühlgeräte, so Mahrenholz. Von den möglichen Gestaltungsvarianten bevorzugten die Räte mehrheitlich ein Flachdach auf den drei Baukörpern. Der Eingangsbereich soll 7,50 Meter, der Markt selbst 3,50 Meter hoch werden. Der Eingang besteht aus großzügigen Glasflächen und Lärchenholz.

Die Parkplätze – nach Möglichkeit auf versickerungsfähigem Untergrund – sind in Richtung Staatsstraße vorgesehen, die Einfahrt erfolgt über die Straße nach Gimmenhausen, so Volker Kirtscher von der Arnold Consult. Die Ausgleichsflächen werden in Apfeldorf ausgewiesen, da der Grundstücksverkäufer dort ebenfalls Flächen besitzt.

Flächennutzungs- und Bebauungsplan gehen nun in die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung, später folgt dann der eigentliche Bauantrag. Die Kosten des Verfahrens trägt der Investor, die reine Bauzeit liegt bei etwa sieben Monaten, so Schneider.