Neue Gehwege für Reichlinger Straßen

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Voraussichtlich 2015 werden in Reichling die Kreisstraßen LL 8 und LL 15 ausgebaut. Dann sollen nach Mehrheitsbeschluss des Gemeinderats jeweils vom Ortseingang her Gehwege entlang der Untergasse und der Keltenstraße geführt werden. Die Kosten liegen nach Abzug der Zuschüsse bei rund 108 000 Euro für beide Wege.

„Das ist eine einmalige Chance“, betonte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Wie die überwiegende Mehrheit der Räte war sie der Meinung, dass gerade zur Mehrzweckhalle, aber auch in der Untergasse ein Gehweg „wirklich gebraucht“ werde. Dieser soll laut Planer Max Lang 1,50 Meter breit und jeweils südlich der dann 5,50 Meter breiten Fahrbahn geführt werden. Bei der kleinen Allee in der Keltenstraße würde er den Weg hinter die Bäume verlegen.

Uneins war sich das Gremium über die Ausführung der Gehwege. Während einige Räte nur Fußwege mit Hochbord für sicher und sinnvoll hielten, wollten andere mit Blick auf den Begegnungsverkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Lastwagen eine praktisch höhengleiche Ausführung mit „Homburger Kante“. Lang schlug schließlich als Kompromiss eine Ausführung mit nur sechs bis acht Zentimeter hohem Hochbord vor. Dies biete genügend Bodenfreiheit für landwirtschaftliche Maschinen, halte aber Fahrzeuge im Normalfall vom Befahren des Gehwegs ab, erklärte er.

Die meisten Räte konnten sich mit diesem Kompromiss anfreunden, wollten sich aber vor einem Beschluss eine solche Lösung noch vor Ort – etwa in Pürgen – anschauen. Die Details der Gehwege werden deshalb in einer der nächsten Sitzungen beschlossen, der Grundsatzbeschluss für den Bau der Wege fiel bei jeweils zwei Gegenstimmen.

Große Zustimmung gab es auch für die Planung des Löschwasserbehälters in Reichling, die Hans Riesemann in enger Absprache mit der Feuerwehr erstellt hat. Der rund 200 Kubikmeter große, unterirdische Betonbehälter wird nun auf der Wiese westlich der Tennisplätze am Wendehammer des Bruckberg untergebracht. Dort haben zwei Feuerwehrautos Platz, außerdem können Leitungen zum Gewerbegebiet, zur Halle und zum Sägewerk gelegt werden, freute sich auch Kommandant Alfons Schelkle.

Der Löschwasserbehälter erhält zwei Entnahmemöglichkeiten, ist über einen Einstiegschacht mit Leiter begehbar und wird mit rund 50 Zentimeter Erdreich überschüttet. Riesemann hat ihn so geplant, dass beim Bau die bestehende Asphaltfläche nicht beeinträchtigt wird. Über vorliegende Angebote für den Behälter stimmten die Räte im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung ab.