Neuer Boden für Reichlinger Mehrzweckhalle

Montag, 15. September 2014

Die Mehrzweckhalle Reichling erhält einen neuen Boden. Gut 21 000 Euro investiert die Gemeinde laut einstimmigem Ratsbeschluss in einen neuen, versiegelten Schwingboden, der auf der alten Unterkonstruktion angebracht wird. Denn die, erklärte Hubert Frankl, ist noch bestens in Ordnung.

Schon seit Jahren beschäftigt die 1975 errichtete Mehrzweckhalle den Gemeinderat. Besonders der Hallenboden weist seit 2005 „weiche Stellen“ auf, erklärte Frankl. Er montierte deshalb zusätzliche und breitere Rollen an die Transportwägen, um den Druck auf den Boden zu reduzieren. Doch die weichen Stellen und damit eine mögliche Unfallgefahr vermehrten sich trotzdem.

2011 holte Frankl deshalb erstmals Angebote für einen neuen Boden ein. Die Kosten beliefen sich dabei auf um die 40 000 Euro für eine flächenelastische Variante. Mit dem vorherigen Gemeinderat wurde keine Einigkeit erzielt, erinnerte Frankl: Manche Räte wollten zunächst die Deckensanierung angehen, manche den kompletten Boden entfernen.

Da der Belag ohnehin kaputt ist, durfte Frankl an einer Ecke den Hallenboden aufschneiden – und stellte dabei fest, dass sowohl die Isolierung als auch der komplette Unterbau „absolut in Ordnung“ ist. Die bisherige Spanplatte sei verschraubt und müsste sich gut entfernen lassen, so Frankl. Und auch der Linobelag sei mit entsprechendem Handwerkszeug problemlos abnehmbar. Die Arbeiten sowie das Abbauen der Geräte könnten Mitglieder von Sport-, Trachten- und Musikverein übernehmen, meinte Frankl.

Der neue Boden aus Sperrholz mit Linolbeschichtung kostet laut dem Angebot der Firma Hoppe, für das sich die Räte entschieden, dann lediglich 20 495 Euro. Dazu kommen gut 870 Euro für die Versiegelung, die sich nicht nur die Reinigungsdame, sondern auch etliche Gemeinderäte wünschten. Ob wieder alle vier Sprossenwände aufgebaut werden müssen und ob diese eventuell in die Wandverkleidung integriert werden können, soll nun eine fünfköpfige Arbeitsgruppe vorberaten.

Dass der Boden nach Angabe eines Anbieters durch die Verwendung des alten Unterbaus nicht der DIN-Norm entspricht, störte die Räte nicht. Sie sehen darin keine Gefahr, zumal die Erneuerung des Bodens ja eine Verbesserung sei. Außerdem, so Frankl, sehe man mögliche Schäden beim Abbau der alten Bodenplatte genau und könne sie gegebenenfalls beheben. Zur Sicherheit soll noch Ingenieur Hans Riesemann zu Rate gezogen werden.

Eine Zuschussmöglichkeit für die Sanierung gebe es derzeit nicht, berichtete Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Deshalb könne man die notwendigen Maßnahmen an der Halle auch nur nach und nach angehen. Am dringendsten sei derzeit der Boden, Decke und Sanitärräume sollen später folgen.