Neuer Wintergarten für die „Wurzberg Oase“

Samstag, 27. Juni 2015

Die Kinder lieben ihn: Im neuen Wintergarten des Reichlinger Kindergartens „Wurzberg Oase“ wird bereits eifrig gebastelt und gespielt. Nun besichtigte der Gemeinderat das neue Schmuckstück, das im Zuge des erforderlichen Fluchtwegs aus dem Krippen-Schlafraum entstanden ist. Gut 18 000 Euro hat die Gemeinde bereits in den Kindergarten investiert, ein paar kleinere „Baustellen“ sind noch zu beheben.

Ein bislang festes Fensterelement am Schlafraum der Krippengruppe musste der vom Landratsamt geforderten Fluchttüre weichen, erklärte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler ihren Räten. Allerdings konnte dieses Element beim Aufbau des Wintergartens wiederverwendet und entsprechend Kosten gespart werden, ergänze Hubert Frankl, der sich zusammen mit Alfons Schelkle des Projekts angenommen hatte.

Beide freuten sich über das Engagement von Eltern und Großeltern, die nicht nur Putz- und Malerarbeiten unentgeltlich durchgeführt hatten, sondern mit ihren Spenden auch den neuen Spielturm mit ermöglichten, der in Kürze aufgestellt wird. Eine Oma, so Horner-Spindler, hatte gar auf Geburtstagsgeschenke verzichtet und stattdessen für das gut 5 000 Euro teure Klettergerät gesammelt.

Die Räte besichtigten außerdem die neu gefliesten Toiletten und die Krippe samt Korkboden und Schwebebalken. Und sie erfuhren von dem guten Dutzend Mittagessen, das täglich aus Vilgertshofen geliefert und gut angenommen wird.

Allerdings gibt es in der Wurzberg Oase auch noch einiges zu tun: Dach- und Eckfenster in der Tabalugagruppe sind marode und müssen über kurz oder lang ersetzt werden. Außerdem haben sich Pflastersteine vor und hinter der Einrichtung abgesenkt und müssen in absehbarer Zeit neu verlegt werden, meinten Frankl und Schelkle. Im Wintergarten wird wohl auf Dauer ein per Funk oder Sensor gesteuertes Dachfenster statt der bisherigen, durchsichtigen Dachplatten erforderlich, vermutete Schelkle mit Blick auf die Bildung von Kondenswasser in dem nun abgeschlossenen Raum.

Die Projekte nahm Bürgermeisterin Horner-Spindler zum Teil für die Gemeindearbeiter auf, zum Teil werden entsprechende Angebote von Fachfirmen eingeholt. Vor Ausführung werden die Maßnahmen dann noch im Gemeinderat besprochen.

Gute Fortschritte machen laut Alfons Schelkle die Umkleidekabinen am Eglmoos. Vergangene Woche wurden Büsche, Wurzelstöcke und die alte Bodenplatte entfernt, Leerrohre verlegt und ein Schacht gesetzt. Die neue Bodenplatte entstand Anfang dieser Woche, sodass nun bald mit dem Aufbau der hölzernen Kabinen begonnen werden kann.

Die Gemeindearbeiter hätten die Maßnahme nicht bewältigen können, betonte Horner-Spindler. Zumal sie auch „schwer beschäftigt“ waren mit Wasserrohrbrüchen in Ludenhausen und Gimmenhausen.