Neues Baugebiet in Ludenhausen geplant

Mittwoch, 11. Februar 2015

In Ludenhausen kann bald wieder gebaut werden. Wie Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler bei der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, soll südlich des Riederwegs ein neues Baugebiet entstehen. Außerdem signalisierten die Räte grundsätzliches Wohlwollen zum Bau eines Beachvolleyballplatzes am Eglmoos.

Das Bauleitplanverfahren für das 9 480 Quadratmeter große neue Baugebiet soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden, informierte Horner-Spindler. 3 880 Quadratmeter des Gebiets hatte die Gemeinde bereits im Besitz, 5 600 erwarb sie noch dazu. Bauinteressenten gebe es bereits, so die Bürgermeisterin. Auf deren Wünsche, vor allem im Hinblick auf die Grundstücksgröße, soll nach Möglichkeit eingegangen werden. Einheimische will die Gemeinde bevorzugt behandeln.

Zur Sprache kam das neue Baugebiet im Zusammenhang mit einem Bauantrag auf Nutzungsänderung eines ehemaligen Kuhstalles im Wirthsweg zum Werkstattraum mit Lager. Dem stehe zwar baurechtlich nichts im Wege, doch wollen die Räte zunächst die Immissionsschutzbehörde hören, um sich für das geplante Baugebiet „kein Eigentor zu schießen“. Der Antrag wurde deshalb zurückgestellt.

Jeweils einmütig segneten die Räte dagegen den Bau einer Malerwerkstatt samt Betriebsleiterwohnung im Gewerbegebiet Eggarten II und den Anbau eines Balkons an der Ostseite der „Seniorenwohnungen“ in Reichling ab. Auch der schon mehrmals behandelte Bau eines Milchviehstalls wurde auf dem nun ausgewählten Grundstück am Schlagfeld in Gimmenhausen genehmigt. Dort ist er laut Horner-Spindler weit genug vom Wasserschutzgebiet entfernt, den Wasseranschluss übernimmt der Bauherr selbst.

Grundsätzlich positiv sahen die Räte den Antrag der Interessengemeinschaft Volleyball auf Errichtung eines Beachvolleyballplatzes am Eglmoos. „Das ist eine Bereicherung des Freizeitangebots im Ort“, meinte nicht nur die Bürgermeisterin – zumal sich der Platz laut Hubert Frankl „für alle Altersgruppen“ und beide Geschlechter gleichermaßen eignet.

Die Kosten für den Beachvolleyballplatz bezifferte Dieter Rapp, der die Planung mitsamt Unterbau und Umrandung vorstellte, mit 8 000 bis 10 000 Euro. Die Finanzierung müsste noch geklärt werden, ebenso die spätere Pflege des Platzes, betonte die Bürgermeisterin. Vor allem aber muss das Einverständnis des Grundstückseigentümers eingeholt werden, denn die Gemeinde hat das betreffende Gelände lediglich gepachtet.

Interesse an dem Platz hätten laut Heidi Höbel nicht nur die rund 20 aktiven Volleyballer in der Gemeinde, sondern auch etliche Jugendliche, die derzeit zu den Anlagen in Stadl und Epfach fahren.