Reichling hat seine Finanzen im Griff

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Die Gemeinde Reichling hat ihre Finanzen im Griff. Obwohl seit Beginn der Wahlperiode etliche Projekte, darunter die Neugestaltung des Kirchenumfelds in Ludenhausen, bewältigt wurden und über eine Million Euro an Zins und Tilgung bezahlt werden mussten, hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 1 140 auf derzeit 671 Euro verringert. Darüber informierte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler im Zusammenhang mit der 2,43-Millionen-Euro starken Jahresrechnung 2012, die der Gemeinderat einstimmig absegnete.

Das Kirchenumfeld Ludenhausen war wohl das größte, aber nicht das einzige Projekt, das in den vergangenen fünf Jahren verwirklicht wurde. Ohne jegliche Neuverschuldung schuf die Gemeinde auch das neue Baugebiet „An der Rees II“ sowie die Erweiterung des Gewerbegebiets. Außerdem wurde auf dem Dach der Mehrzweckhalle eine Fotovoltaikanlage installiert, im „Happerger“ eine Gasheizung eingebaut und eine schnelle Internetverbindung für alle Ortsteile geschaffen.

Viel Geld investierte Reichling zudem in die Sanierung des Wasserhauses Ludenhausen, in den Wasserverbund Reichling-Ludenhausen sowie in die Visualisierung der gesamten Wasserversorgungsanlage samt technischer Neuerungen. Sie entschlammte das Eglmoos und reinigte den Löschweiher in Reichlingsried, sanierte den Kanal im Griesacker/Kapellenring in Ludenhausen und stellte die Straße „An der Rees“ bis Oberkante Bitukies fertig. Trotz all dieser Maßnahmen konnten sogar Rücklagen gebildet werden, informierte Horner-Spindler.

Bei der jüngsten Sitzung segneten die Räte den Kauf eines gebrauchten Salzstreuers samt Pumpe und Rückfahrkamera für rund 11 500 Euro ab. 3 190 Euro kostete eine dringende Reparatur an der Abwasserpumpstation, die das Gremium im Nachhinein genehmigte.

Ebenfalls einstimmig erfolgte die Zustimmung zu den über- und außerplanmäßigen Ausgaben 2012, die laut Rechnungsprüfungsvorsitzendem Hubert Frankl alle klar vorlagen und „einleuchtend“ waren. Die 22 746 Euro im Verwaltungshaushalt entstanden vor allem durch in dieser Höhe unvorhersehbare Erstattungszinsen zu Gewerbesteuerveranlagungen, durch im Voraus nicht berechenbare Personal- und Förderbeitragskosten im Kindergartenbereich und durch einen Heizölmehrverbrauch bei der Alten Schule, dem jedoch Mieteinnahmen gegenüber stehen.

Die 21 768 Euro über- und außerplanmäßige Ausgaben im Vermögenshaushalt sind zum größten Teil nicht real, sondern nur durch Zuweisung auf andere Kostenstellen entstanden. Jeweils etwa 3 600 Euro gab die Gemeinde für Planungen Am Leitenberg Nord und im Riederweg sowie für  einen Kompressor zur Wasserversorgung aus.