Schnelles Internet im ganzen Reichlinger Gebiet

Freitag, 28. November 2014

Schnelles Internet soll es künftig im gesamten Gemeindegebiet Reichling geben. Die Gemeinde nutzt dazu die Zuschüsse, die der Freistaat nun in einem weiteren Förderprogramm zur Verfügung stellt (LT berichtete). Bei seiner jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat einstimmig den Auftrag für die erforderlichen Voruntersuchungen, die Ausschreibung und die Angebotsbewertung. Die Kosten dafür liegen bei rund 4 500 Euro.

1,5 Milliarden Euro stellt der Freistaat für den weiteren Breitbandausbau zur Verfügung, informierte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Damit soll der Ausbau in bisher unterversorgten Gebieten – also mit Übertragungsraten unter 25 MB/s – gefördert werden. In der Gemeinde Reichling sind das der nördliche und südliche Teil Reichlings (Erbistal und An der Rees), Ludenhausen-Süd, Reichlingsried und Gimmenhausen, so die Bürgermeisterin.

Die Kosten für den Breitbandausbau dort werden vorläufig auf etwa 196 000 Euro geschätzt. Die staatliche Förderung beträgt laut Horner-Spindler etwa 80 Prozent, einen weiteren Anteil trage der Bieter. Damit bleiben für die Gemeinde noch rund 32 000 Euro. „Das ist eine Riesenchance“, betonte die Bürgermeisterin, „wir sollten den Breitbandausbau auf jeden Fall weiter vorantreiben.“

Sie erinnerte an die Beteiligung der Gemeinde am ersten Förderprogramm, wo Reichling als Vorreiter den Anschluss über Epfach geschafft und damit später auch Thaining den Anschluss an das Glasfasernetz ermöglicht hatte. Ein Glasfaseranschluss für alle Haushalte wäre dabei wünschenswert, allerdings finanziell nicht machbar, so Horner-Spindler. Doch setze die Gemeinde insofern auf die Zukunft, als bei sämtlichen neuen Baugebieten wie etwa An der Rees II entsprechende Leerrohre bereits verlegt würden.

Wie später auch beim ersten Förderprogramm werden sich auch jetzt wohl zahlreiche Gemeinden aus dem Landkreis beteiligen, meinte Horner-Spindler. Die Machbarkeitsstudie hatte damals das Regensburger Büro IK-T erarbeitet, mit dem die Zusammenarbeit bestens geklappt habe. Der Rat beschloss deshalb, auch jetzt dem Büro den Auftrag zu erteilen.

Zum Auftrag gehören die Planung der Versorgungsmöglichkeiten und die Kostenermittlung sowie die Ermittlung der Ist-Situation, die zum größten Teil schon im Rahmen der Machbarkeitsstudie erbracht wurden. Außerdem wird eine Markterkundung und ein Teilnehmerwettbewerb durchgeführt, das Auswahlverfahren abgehalten, die Angebote bewertet sowie der Förderantrag gestellt. Die Ausschreibung soll von einem Vertreter des Büros dann ausgiebig im Gemeinderat vorgestellt werden, so Horner-Spindler.