Spatenstich für Seniorenwohnanlage am Kinsfeld

Donnerstag, 15. Mai 2014

Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler freute sich sehr: Mit dem Spatenstich zur Seniorenwohnanlage in Reichling haben Bürger ihrer Gemeinde nun bald die Möglichkeit, auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben – barrierefrei, auf Wunsch unterstützt, in kleineren Wohneinheiten und mittendrin im Ortsgeschehen. Denn das neue kleine Baugebiet am Kinsfeld soll Jung und Alt zusammenbringen, betonte Geschäftsführer Hubert Kustermann vom Bauträger Konstruktiv Bau.

Als er 2012 das Gelände im Südwesten Reichlings gekauft hatte, konnte sich Kustermann mit dem Wunsch der Gemeinde nach Seniorenwohnungen noch nicht anfreunden. Er wollte vielmehr alle Bauplätze mit Doppelhäusern überplanen, erzählte er vor der Kreisseniorenbeauftragten Barbara Juchem, Gemeinderäten, Nachbarn und Beteiligten des Projekts.

Dann jedoch ließ er sich von der offenkundigen Nachfrage überzeugen. Deshalb entsteht nun nach dem im Herbst 2013 errichteten Doppelhaus, das bereits verkauft ist, eine Seniorenwohnanlage mit acht kleineren Wohnungen. „Das ist sehr wertvoll für uns“, betonte Horner-Spindler.

Bislang hätten ältere Bürger die Alternative, in ein Seniorenheim umzuziehen oder ihre bisherige, nun meist zu große Wohnung barrierefrei umzubauen, erklärte Kustermann.  Nun gebe es die Alternative, mitten im Ort einen seniorengerechten Neubau zu beziehen, der neben den Wohnungen auch einen Gemeinschaftsraum für gesellige Veranstaltungen sowie einen Büroraum für einen eventuellen Pflege- oder Einkaufsdienst aufweist. Die Wohnungen in dem energieeffizienten Gebäude seien dabei „preislich sehr attraktiv“ – auch für Kapitalanleger, erklärte Kustermann.

Durch die Nähe zu den Doppelhäusern, die wohl vor allem junge Familien anziehen, könnten sich Jung und Alt gegenseitig unterstützen, meinte er. Über das geplante Miteinander, das dem Glaubensmotto „Liebet einander so, wie ich euch geliebt habe“, entspreche, freute sich auch Pfarrer Michael Vogg und meinte: „damit liegt auf dem Vorhaben schon der Segen Gottes“.