Supermarkt: Im Frühjahr soll gebaut werden

Freitag, 30. Dezember 2016

Schon im nächsten Jahr sollen die Ludenhausener im Ort wieder einkaufen können: Im Frühjahr soll der Bau des geplanten Penny-Marktes am nördlichen Ortsrand starten. Die Eröffnung ist für Herbst 2017 vorgesehen.

Die Reichlinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung nun den Bebauungsplan „Sondergebiet Nahversorgung Ludenhausen Nord“ weiter auf den Weg gebracht. Das Gremium beschäftigte sich dabei mit den Stellungnahmen der Behörden.

Was die Gemeinde etwas verwunderte, war die Forderung des Staatlichen Bauamtes Weilheim: Das Straßenbauamt forderte eine Linksabbiegespur auf der Staatsstraße (für die Fahrzeuge, die aus Richtung Issing kommen). Dies sei nicht nachvollziehbar, meinte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. „Die Erschließung soll ja von der Gemeindestraße aus erfolgen und nicht von der Staatsstraße“, erläuterte Diplomingenieur Volker Kirtscher vom Planungsbüro „Arnold Consult“. „Eine Abbiegespur wäre übertrieben“, meinte er.

Der Markt soll künftig von der Straße aus angefahren werden, die Richtung Gimmenhausen führt. Die Einmündung zu dieser Straße liege innerhalb der geschlossenen Ortschaft, stellte die Gemeinde in ihrer fachlichen Würdigung klar. Die Kommune sieht jedenfalls keine Veranlassung, die bestehende Einmündung zu ändern - und möchte dies auch dem Straßenbauamt so mitteilen: Laut Ratsbeschluss soll nun ein Gespräch mit dem Straßenbauamt stattfinden.

Die Untere Abfallbehörde des Landratsamtes Landsberg wies auf die geschlossene Altdeponie und die Auffüllungen auf den angrenzenden Grundstücken hin. Es habe Befürchtungen gegeben, dass Methangas seitlich ausströmen könnte, erklärte Hans Schneider vom Bauträger „Konzeptbau“. Nach einem neuen Gutachten sei jedoch kein Methangas nachweisbar.

Auch das Lärmschutzgutachten fiel positiv aus: Die erforderlichen Richtwerte werden eingehalten. Zum Schutz der Anlieger werden jedoch einige Auflagen mit in den Bebauungsplan aufgenommen: So darf die Anlieferung nur während der Zeit zwischen sechs Uhr morgens und 22 Uhr abends erfolgen. Eine Nachtanlieferung ist somit nicht gestattet.

Die Fahrbahnbeläge müssen asphaltiert sein, damit die Einkaufswagen nicht rattern. Technische Einrichtungen auf dem Dach müssen eingehaust werden.

Die erforderlichen Ausgleichsflächen können in der Nachbargemeinde Apfeldorf geschaffen werden. Der Grundstückseigentümer, der auch den Baugrund für den Markt zur Verfügung stellte, hatte diese Flächen angeboten.

Die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landratsamtes hatte darauf hingewiesen, dass das Vorhaben das Ortsbild tangiere. Hier sieht die Gemeinde jedoch kein Problem: Der Bereich im Norden von Ludenhausen sei bereits durch die Kiesgruben und den Wertstoffhof beeinträchtigt. Außerdem hätten die Siedlungsbereiche im Norden des Ortes nur wenig dörflichen Charakter, so dass sich der geplante Markt hier sehr wohl einfügen werde.

Die Räte billigten schließlich einstimmig den Entwurf für die Aufstellung des Bebauungsplans sowie die siebte Flächennutzungsplanänderung. Der Bebauungsplan soll jetzt zeitnah eingereicht werden, damit einem Baubeginn im Frühjahr nichts mehr im Wege steht.

Manuela Schmid