Umbau Mehrzweckhalle

Mittwoch, 23. März 2016

Welche Maßnahmen beim Umbau der Reichlinger Mehrzweckhalle umgesetzt werden können, wird letztlich wohl von den Gemeindefinanzen abhängen.

Es gibt vieles, was unbedingt nötig ist – und dazu noch einige Wünsche, wie die Reichlinger Mehrzweckhalle nach dem geplanten Umbau aussehen soll. Was die Gemeinde davon letztendlich umsetzt, wird aber entscheidend von den Finanzen abhängen.

 „Wir müssen abwägen, was wir machen können“, betonte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler in der jüngsten Gemeinderatssitzung, zu der auch die Vertreter der örtlichen Vereine geladen waren. Man müsse erst sehen, was finanzierbar sei, erklärte die Bürgermeisterin, nachdem auch die Vereine ihre Vorstellungen abgeben durften.

Hallennutzer sollen mitreden

Denn eines ist der Gemeindechefin wichtig: Dass auch die Hallennutzer, vor allem die Vereine und die Wirtsleute, von Anfang an in die Planungen zum Umbau der Halle mit einbezogen würden – dass man „gemeinsam überlegt“, was alles gemacht werden könne.

Wenig Diskussion gab es zu den Maßnahmen, die so sowieso unumgänglich sind, damit die Halle den Anforderungen der Versammlungsstättenverordung genügt und somit künftig bis zu 400 Leute in die Halle dürfen. Diese Personenzahl sei für die beiden großen Veranstaltungen im Jahr – das Osterkonzert der Musikkapelle Reichling und das Theater – ausreichend, rechnete Ingenieur Hans Riesemann vor. Erforderlich ist hierfür vor allem ein zweiter Rettungsweg. Dieser soll über einen weiteren Ausgang erfolgen, der auf der Südseite geschaffen werden soll.

Ins Dach sollen Fenster kommen, damit im Brandfall der Rauch abziehen kann. Damit man künftig barriefrei ins Gebäude gelangen kann, muss auf der Südseite eine Rampe geschaffen werden, die dann über die Terrasse in die Halle führen soll. Ein barriefreies WC ist im Übungsleiterraum im Erdgeschoss vorgesehen.

Rettungswege nicht optimal

Nicht ganz befriedigend seien derzeit die Fluchtmöglichkeiten aus dem Keller, meinte Riesemann. Dort befinden sich der Raum der Landjugend, die Kegelbahn und das Schützenheim. Die Rettungswege über die Lichtschächte könne man gerade älteren Personen nicht zumuten, gab der Planer zu bedenken. Er sieht in seinem Planentwurf daher auch einen zweiten baulichen Rettungsweg aus dem Keller vor.

Eine Maßnahme, über die schon lange diskutiert wird, ist die Sanierung der Duschen im Obergeschoss. Und auch der Schimmel im Jugendraum ist kein neues Problem. Auf der Wunschliste der Hallennutzer stehen aber noch weitere Punkte, wie eine Holzterrasse oder ein Fenster zum Betrieb eines Kiosks. Als durchaus sinnvoll erachtet würde auch eine Vergrößerung der Küche.

Alle Vorschläge werden bedacht

Lediglich am Umbau des Bühnennebenraumes scheiden sich noch die Geister. Hier könnte eventuell ein dringend benötigter Putzraum untergebracht werden. Martin Sepp (Vertreter für Trachtenverein und Theatergruppe) wies darauf hin, dass in dem Raum auch bereits das Büro des Sportvereins untergebracht sei und der Schreibtisch und der Schrank viel Platz wegnehmen würden. Sepp hätte am liebsten einen Anbau an die Halle auf der Parkplatzseite, wo dann nicht nur das Sportvereinsbüro, sondern auch Gerätschaften und ein Stuhllager untergebracht werden könnten.

Bürgermeisterin Horner-Spindler sagte am Ende: „Wir werden alle Vorschläge aufgreifen und überlegen, was wir machen können."