Urkunde für Bürgerstiftung unterzeichnet

Mittwoch, 28. September 2011

Eine „sehr wertvolle Investition in die Zukunft“ Reichlings hat Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler am Dienstag Abend bei einer kleinen Feierstunde mit rund 20 Gästen auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Schongau, Fritz Lutzenberger, unterzeichnete sie die Gründungsurkunde für die Bürgerstiftung Reichling-Ludenhausen. Über sie sollen künftig in Not geratene Menschen unterstützt, aber auch einzelne Projekte gefördert werden.

Nachdem er sich ausgiebig informiert und beraten hatte, stimmte der Gemeinderat Reichling im Mai dieses Jahres mehrheitlich für die Gründung einer Bürgerstiftung (LT berichtete). Dafür sprach zum einen das Vorbild Steingaden, wo die Stiftung laut Bürgermeister ein „Segen für die Gemeinde“ ist. Zum anderen reizte die Möglichkeit, die Stiftung über die Sparkasse „auf einfache Art“ zu gründen – und das Angebot des Geldinstituts, die Hälfte des Gründungskapitals (5 000 Euro) beizusteuern. Einen entsprechenden Scheck überreichte Lutzenberger der Bürgermeisterin im Pfarrheim. Die anderen 5 000 Euro bringt die Gemeinde in die Stiftung ein.

Der Sparkasse sei es seit vielen Jahren ein Anliegen, gemeinnützige Zwecke zu unterstützen, erklärte Lutzenberger. Dafür habe man in der Region bereits rund 1,5 Millionen Euro ausgegeben. Bei der Veranstaltung in Reichling kamen weitere 500 Euro dazu, die Lutzenberger dem Trachtenvereinsvorsitzenden Benedikt Schmid überreichte. Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende sich bei einer Vorführung der Reichlinger Nachwuchstrachtler von der Qualität der Jugendarbeit im Verein überzeugt: Angefangen von der vierjährigen Felicitas bis hin zu den Jugendlichen tanzten unter Leitung von Marlies Dirr und Daniela Sepp alle mit großem Können, Spaß und Engagement.

Auf Letzteres hofft Margit Horner-Spindler nun auch bei den Bürgern. An ihnen liege es, dass die Stiftung „auf fruchtbaren Boden“ fällt. Wie die Erträge aus dem Stiftungskapital später verteilt werden, entscheidet der Stiftungsrat, den der Gemeinderat bestimmt. Er soll aus Bürgern beider Ortsteile, Alt und Jung sowie verschiedenen Vereinsvertretern bestehen, meinte die Bürgermeisterin. Das Bindeglied zur Sparkasse verkörpert als Ratsmitglied ohne Stimme Rosi Geiger; erklärte Sparkassen-Vorstandsmitglied Alexander Schmitz.

Er betonte die einfache und unkomplizierte Abwicklung für die Kommune und zeigte die verschiedenen Stiftungsvarianten von der Namensstiftung bis zur Vereinsförderstiftung auf. Im Detail erläuterte Stiftungsbeauftragte Christine Schuster die Möglichkeiten der Bürger zur finanziellen Beteiligung und sprach dabei auch die Steuerbegünstigungen und einen möglichen Wechsel des Stiftungszwecks an. Für die musikalische Gestaltung der Feier sorgte das Saxophonensemble der Bläserschule Lechrain unter Notker Zikeli, mit einem Tango und einem herrlich fetzigen „Pink Panther“.

Weitere Informationenzur Bürgerstiftung gibt es hier.