Waldrettung

Mittwoch, 23. März 2016

Waldarbeit ist trotz aller Fortschritte beim Arbeitsschutz eine äußerst gefährliche Tätigkeit. Bei forstlichen Arbeiten kommt es in Bayern zu mehreren tausend Unfällen pro Jahr. Die Unfälle sind nicht selten schwerwiegend und erfordern schnellste notärztliche Versorgung. Da sich diese Unfälle in der Regel in wenig erschlossenen Gebieten ereignen und diese Orte in einer Notfallsituation verbal oft schwer zu beschreiben sind, finden Rettungskräfte den Unfallort häufig nicht selbständig. In den überwiegenden Fällen ist es notwendig, die Rettungskräfte durch Dritte zum Unfallort zu führen. Dazu sind eindeutige Treffpunkte für Kontaktperson und Rettungsdienst sehr wichtig. Die Festlegung und Bekanntgabe der Rettungstreffpunkte ist wesentlicher Bestandteil der Rettungskette Forst.

 

In Ludenhausen besteht ein Rettungstreffpunkt bereits seit einiger Zeit. Er befindet sich in Gimmenhausen, Kreuzung Richtung Wolfgrub und hat die Bezeichnung „LL-1021“ (Kennzeichnung durch Schild).

In Reichling wurde jetzt der Rettungstreffpunkt „LL-2021“ am Parkplatz des Eglmooses eingerichtet und nennt sich „Parkplatz am Reichlinger Weiher“.

Und so funktioniert die Rettungskette Forst:

Sichern Sie als erstes die Unfallstelle und versorgen als nächstes den Verletzten. Setzen Sie anschließend einen Notruf (112) mit der Bezeichnung des nächstgelegenen erreichbaren Rettungstreffpunktes ab. Begeben Sie sich dann zu diesem Rettungstreffpunkt (oder verständigen Sie Dritte, die ortskundig sind), um auf den Rettungsdienst zu warten. Ihre Aufgabe ist es, den Rettungsdienst auf dem schnellstmöglichen Weg zum Verletzten zu lotsen.

Als Waldbesitzer und Waldarbeiter sollten Sie sich deshalb die nächstgelegenen Rettungstreffpunkte unbedingt notieren und für den Notfall griffbereit haben.

Mehr Informationen zur Rettungskette Forst und eine Übersicht über die Rettungstreffpunkte finden Sie auch im Internet unter www.rettungskette-forst.bayern.de oder als App für Ihr Smart-Phone.

An dieser Stelle darf ich mich bei unserem Beauftragten für den Gemeindewald, Herrn Walter Dirr herzlich bedanken, der sich in hervorzuhebender Weise um unseren Gemeindewald kümmert. Außerdem hat er die Einrichtung des Rettungstreffpunktes organisiert.

Margit Horner-Spindler

Erste Bürgeremeisterin