Wasserversorgung beschäftigt Gemeinderat

Donnerstag, 05. Juni 2014

Voraussichtlich im August soll endgültig feststehen, wie das erforderliche Wasserschutzgebiet für den Brunnen in Gimmenhausen aussieht. Denn bis zum September, informierte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler, müssen die Planungen für die Abwasserentsorgung beginnen, um noch Zuschüsse zu erhalten. Eine neue Sonde und eine Kamerabefahrung des Brunnens hätten wohl „neue Erkenntnisse“ gebracht.

Seit Jahren schon beschäftigen der Brunnen in Gimmenhausen und das zugehörige Wasserschutzgebiet die Gemeinde. Nach bisheriger Einschätzung des Ingenieurbüros würde der komplette Ortsteil im Wasserschutzgebiet liegen. Allerdings wollte man sichergehen und noch eine „exakte Messstelle am Brunnen“ installieren, berichtete Wasserwart Walter Mayr. Da der Schacht sehr eng ist, gelang dies nur mit großem Aufwand und durch Ausbau des Brunnens.

Dabei, so sein Kollege Manfred Schallameier, stellte man deutliche Kalkablagerungen etwa sechs Meter über dem Pegel fest. Diese könnten auf ein Leck an der Wasserleitung nach Gimmenhausen hindeuten, wo man schon längere Zeit Wasserverluste von etwa acht Kubikmeter pro Tag messe. Das würde auch den „Wasserkopf“ nahe des Brunnens erklären.

Um ein Leck auszuschließen, soll nun für rund 500 Euro ein Schieber kurz vor Gimmenhausen angebracht werden, der dann auch die genaue Lecksuche ermöglicht, so Schallameier. Der Einbau der neuen Sonde kostete rund 1 373 Euro, weitere 500 Euro genehmigten die Räte für eine spezielle Leitung sowie einen Schaltkasten zum manuellen Starten der Pumpe.

Die Wasserqualität sei nach Spülen und Wiedereinbau des Brunnens einwandfrei, betonte Schallameier, die Auswertung der Kamerabefahrung stehe noch aus.

Mayr lobte die vor einiger Zeit angeschaffte Visualisierung der Wasserversorgung, ohne die die neue Sonde kaum möglich gewesen wäre. Denn während der Arbeiten mussten Ludenhausen, Gimmenhausen und Pessenhausen von Reichling aus mit Wasser versorgt werden, so Mayr. Wichtig wäre dazu ein Wasserzähler, der den Verbrauch in beide Richtungen misst. Denn umgekehrt kann auch Ludenhausen Reichling versorgen, so Schallameier. Die Kosten dafür liegen bei 1 430 Euro.

Die Räte stimmten dem ebenso zu wie dem Kauf einer neuen Pumpe für die Bachrunzel. Mit 5 490 Euro kostet sie nur rund 100 Euro mehr als für die Überholung der bisherigen Ersatzpumpe angefallen wären.