Weiter Radarmessungen in Ludenhausen

Dienstag, 15. Februar 2011

In Ludenhausen wird – so wie in Rott – weiterhin geblitzt. Bei zwei Gegenstimmen sprachen sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung für eine dauerhafte Mitgliedschaft im Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland aus. Denn eine „abschreckende Wirkung“ habe die Verkehrsüberwachung auf jeden Fall, meinte nicht nur Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler: „Es wird langsamer gefahren“.

Im April 2009 hatte sich der Gemeinderat dazu entschieden, Radarmessungen über eine auf zwei Jahre beschränkte Vereinbarung mit dem Zweckverband in Auftrag zu geben. Eine Mitgliedschaft lehnte das Gremium damals noch ab – als „gebrannte Kinder“ des früheren , der nach in Konkurs gegangen war.

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland jedoch sei „seriös“, die Zusammenarbeit habe in den vergangenen zwei Jahren „reibungslos“ funktioniert, so Geschäftsstellenleiter Wolfgang Hentschke. Theoretisch müsse die Gemeinde bei einer Mitgliedschaft zwar auch für ein Minus einstehen, in der Praxis habe er jedoch kaum Bedenken. Auch Horner-Spindler hatte bei einer Versammlung des Zweckverbands einen guten Eindruck gewonnen.

Sie störte sich zwar wie einige Räte an der problematischen Kündigung der Mitgliedschaft: Ihr müssen zwei Drittel der Mitglieder. Doch gebe es kaum Alternativen, wenn der fließende Verkehr weiterhin überwacht werden soll, erläuterte Hentschke. Zumal aus dem einst angedachten Angebot der Stadt Landsberg nun wohl nichts werde. Eine Verlängerung der Vereinbarung mit dem Zweckverband ist laut dessen Statuten ebenfalls nicht möglich.

Reichling bittet die Verwaltungsgemeinschaft deshalb ebenso wie zuvor schon Rott um eine Mitgliedschaft. Denn die kann laut Gesetz nur die VG innehaben, so Hentschke. Gemessen werden soll vorerst wie bislang zehn Stunden pro Monat, vor allem an den Ortseingängen von Ludenhausen. Die Zeiten werden dabei wie bisher variieren, so Bürgermeisterin Horner-Spindler.

Günstiger wird durch die Mitgliedschaft dagegen der Stundensatz, den die Gemeinde zahlt: er liegt nun bei 95 statt – wie bisher – 135 Euro. Derzeit bleiben der Gemeinde pro Jahr rund 6 000 Euro aus der Verkehrsüberwachung. Allerdings, betonte Horner-Spindler, sei das Finanzielle nicht der Grund für die Verkehrsüberwachung, sondern allein die Abschreckung und Verkehrsberuhigung.